Gravel und Bikepacking – der R2C2-Themenabend

Ein Rad, sie alle zu meistern: Asphalt- und Schotter-Wege, kurze Abstecher in den nächstgelegenen Wald oder auch wochenlange Abenteuertouren in der Ferne, die Spritztour oder das mehrtägige Rennen. Doch was ist dran am Gravel-Megatrend, der aus den USA nach Europa gekommen ist? Wie steige ich ein ins Schotter- und Bikepacking-Metier? Wie finde ich das passende Equipment? – Der zweite Radclub- und R2C2-Themenabend widmet sich erneut der Offroad-Faszination, diesmal geht es auch um den sportlichen Aspekt beim Graveln. Anmeldung unten am Ende des Artikels.

(großes Foto: Shimano)

Das Profi-Rennen Strade Bianche führt über viele „weiße“ Gravel-Wege. Foto: www.cannondale.com | pd-f

Der Gravel- und Bikepacking-Trend

Vor rund vier bis fünf Jahren kamen Rennräder mit breiten, grob profilierten Reifen in den USA in Mode – Räder, die sich auch abseits von Asphalt bewähren, auf Schotter (daher „Gravel“) ebenso sicher unterwegs sind wie auf Waldwegen. Maximale Flexibilität, im Sommer wie auch im Winter, wenn Gravelräder gerne auch als Pendlerräder genutzt werden. Das Besondere außerdem: Die zunächst unter dem Namen „Adventure Bikes“ beworbenen Räder verfügen meist über genügend Ösen an Rahmen und Gabel, um Schutzbleche und Taschen anbringen zu können – beste Voraussetzungen für ausgedehnte Bikepacking-Urlaube.

Foto: Shimano

Der Themenabend

Am Freitag, 30. Oktober, ab 17 Uhr, widmet sich der R2C2 dem Gravel- und Bikepacking-Trend. Experten beantworten euch in unserer interaktiven Digitalkonferenz. Die ersten Themen stehen schon fest (wird noch ergänzt):

  • Laurens ten Dam: Meine Leidenschaft fürs Graveln
  • Ante Botica: So findet ihr die besten Gravel-Strecken
  • Markus Weinberg: Jonas Deichmanns Triathlon um die Welt
  • Bengt Stiller: Schotter-Rennen in Deutschland – meine Erfahrungen mit „Orbit 360“, Deutschlands erster Gravel-Serie
  • weitere Themen folgen

Termin

Freitag, 30. Oktober, ab 17 Uhr

Was ist eine Digitalkonferenz?

Eine Digitalkonferenz ist eine Konferenz, die über das Internet gehalten wird. Die Teilnehmer erhalten einen Link zu einer Webseite, die den Zugang verschafft. Dort werden Folien oder Fotos präsentiert, außerdem können die Teilnehmer miteinander diskutieren (zB über den Chat). Das Tonsignal können sich die Teilnehmer über das Telefon oder ein Headset (Kopfhörer mit Mikrofon) übermitteln lassen. Im Anschluss an die Konferenz erhalten die Teilnehmer einen Link zur Videoaufzeichnung. Um an der Konferenz teilzunehmen zu können, benötigst du nur einen internetfähigen Computer und ein Telefon oder Headset.

Die Referenten

Foto: Shimano

Laurens ten Dam ist ein ehemaliger niederländischer Radrennfahrer, der u.a. für die Teams Rabobank, Sunweb und CCC fuhr. Schon vor seinem Ausstieg aus dem Profi-Peloton 2019 war Laurens ein begeisterter Gravelbiker. So veranstaltete der Niederländer im Herbst 2019 in der Eifel zum ersten Mal seinen eigenen Gravelride: „Ltd Gravel Raid“ (hier weitere Infos). Für den 12. Dezember plant Laurens ein Gravel-Festival, „Gravel Fest“, in Süd-Limburg (hier weitere Infos). In seinem Radsport-Podcast „Live Slow Ride Fast“ (hier weitere Infos) widmet sich Laurens mit seinem Co-Host Stefan Bolt verstärkt Gravel-Themen. Im März 2020 fuhr Laurens mit Stefan Bolt und dem Gravel-Abenteurer Paul Errington eine „alternative Flandern-Tour“ – statt der aus dem World-Tour-Rennen bekannten, pflastersteinlastigen Strecke ging es über Feldwege und durch Wälder (s. Film). Beim R2C2-Themenabend wird Laurens seine Faszination fürs Graveln schildern und Fragen der Teilnehmer beantworten.

Foto: Markus Halbe

Ante Botica wurde 2016 bei einer der ersten großen deutschen Gravelveranstaltungen im Schwarzwald mit dem Gravel-Virus infiziert, abseits der Straße im Unterlenker zu schwitzen und sich in Gesellschaft den Berg hoch und nicht gegen die Uhr zu quälen, um im Anschluss gemeinsam noch ein paar Bier zu zischen. Mit RideAbout bietet Ante Gravel- & Bikepacking-Touren an. Im Webinar zeigt Ante, wie er Gravel-Strecken mit Hilfe von Komoot plant.

Bengt Stiller ist ein Veteran der Gravel-Szene. Der Berliner Fotograf hat bereits Rennen wie Silk Road oder Atlas Mountain Race absolviert. Gemeinsam mit Raphael Albrecht hat Bengt in diesem Jahr „Orbit 360“, Deutschlands erste Gravel-Serie, gestartet. Die Serie besteht aus 16 Strecken, pro Bundesland eine. Die Rennserie startete am 4. Juli 2020 und endet am 6. September 2020. Bis dahin können die Teilnehmer zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl die einzelnen Strecken (Orbits) in Angriff nehmen. Hier weitere Infos.

Markus Weinberg: Schon als Jugendlicher galt für Markus das Motto: Fahrten, Ferne, Abenteuer. Groß geworden in einer Bergsteigerfamilie stand die ungezähmte Natur immer im Mittelpunkt. Als Rennrad- und MTB-Profi ging es um die Welt: Peru, Chile, Kuba, Russland, China, Marokko und Burkina Faso sind nur einige seiner Rennstationen. Markus bietet mit seiner Guiding-Firma TransOst Radtouren in ganz Europa an. Als Filmemacher hat Markus „Heading East – Abenteuer Transost“ produziert. Aktuell arbeitet Markus an einem Film, der Jonas Deichmanns Triathlon um die Welt in Bilder fasst.