Gravel-Rennen: „Nature meets Speed“

In diesem Jahr geht mit „Gravel Epic“ eine Rennserie in Europa und Afrika an den Start (der R2C2 bietet Rabatte bei der Buchung an). Im Vorfeld beschreiben die Veranstalter Tim Kremer und Ralph Birke ihre Motivation – und den Reiz am Graveln.

Der Gravel-Trend zeichnet sich in den USA bereits länger ab, in Europa und Deutschland zeitverzögert inzwischen auch. Was ist das Besondere am Graveln?
Die Freiheit, mal auf der Straße und mal auf Schotter- oder Waldwegen unterwegs zu sein! Die Geschwindigkeit im Off- sowie Onroad! Nicht umsonst heißt es ja auch „Allroad-“ und nicht nur Gravel-Bikes.

Tim Kremer und Ralph Birke (v.l.) sind neben Pascal Jorritsma die Organisatoren von „Gravel Epic“.

Was hat euch motiviert, eine transkontinentale Gravel-Rennserie aufzubauen?
Wir haben uns darüber unterhalten, was uns Spaß machen würde, wo wir gerne Rennen fahren würden. Wie sollten die aussehen und vor allem wo? Und so sind wir nach und nach auf die Idee gekommen, eine Rennserie für Gravel-Bikes aufzubauen. In den USA sind Gravel-Rennen ja schon länger beliebt, und auch in Europa wird Gravel immer populärer. Die Engländer sind uns auf dem Kontinent vielleicht noch etwas voraus, aber es gibt immer mehr lokale Rennen – aber noch nichts Überregionales. Wir wollten gern etwas aufbauen, das schöne, interessante Landschaften mit Gravel-Bikes verbindet. Mit dem Gravel-Bike kann man Rennen in eher abgelegten Orten, weg vom Straßenverkehr, veranstalten. „Nature meets Speed!“


Die Veranstalter von „Gravel Epic“

Zwei Deutsche und ein Niederländer organisieren die Rennserie: Tim Kremer ist Unternehmensberater, der heute mit seiner Frau eine Spielzeugfirma führt. Ralph Birke ist Inhaber einer erfolgreichen Produktwerbeagentur. Und Pascal Jorritsma, der Niederländer, besitzt eine erfolgreiche Firma für Eventmanagement in Barcelona. Ihre gemeinsame Mission mit „Gravel Epic“: Wettbewerb, Natur und Spaß zu vereinen.


Was verbindet euch persönlich mit dem Rad?
Wir kommen vom Triathlon und Langstreckenrennen und sind auf der Suche nach was Neuem aufs Gravel-Bike gekommen. Tim ist schon vor vielen Jahren in den USA einige Gravel-Rennen gefahren, zum Beispiel Dirty Kanza, und hat die Szene schon länger im Auge gehabt, und jetzt, wo der Funken auch auf Europa übergesprungen ist, glauben wir, dass eine Rennserie hier gefragt sein könnte.

Habt ihr schöne Erinnerungen an besondere Momente auf dem Gravel-Rad?
Viele! Die ersten Male auf Strecken bei uns in der Umgebung zu fahren, wo wir gefühlte 100mal mit dem Rennrad gefahren sind, diese neu zu entdecken, das war ein Erlebnis. Man denkt, man kennt sich aus, und es öffnen sich wie von magischer Hand neue Türen. Als wir das erste Mal die Strecke in Marrakesh gefahren sind, haben wir sofort gedacht: „Das wird allen gefallen!” Die Landschaft ist atemberaubend! Das macht jedem Radfahrer der Welt Spaß… da vergisst man jede Anstrengung auf der Stelle!

Wie habt ihr eure Destinationen ausgesucht?
Wir wollten, dass sich alle Rennen untereinander unterscheiden. Ein Teilnehmer sollte an allen vier Rennen teilnehmen und jedes Mal eine andere Erfahrung machen können. Marrakesh, Ätna, Slowenien und Girona sind alle wirklich einzigartig. In Marokko geht es durch die Wüste und ins Atlas-Gebirge auf Schotterpisten, auf Sizilien fahren die Teilnehmer auf einem aktiven Vulkan, auf Vulkangestein und losem Vulkansand, in Slowenien geht es hauptsächlich auf Waldwegen durch dichten, grünen Wald, und in Girona haben wir die Pyrenäen. Jeder Kurs hat einen unterschiedlichen Untergrund, andere Landschaften und verlangt den Teilnehmern etwas anderes ab.

Wie geht es mit „Gravel Epic“ nach dem Debüt 2020 weiter? Was könnt ihr euch vorstellen?
Wir wollen die Rennserie ausbauen und noch internationaler aufstellen. Wo genau, können wir jetzt noch nicht verraten, aber es werden sicherlich interessante Orte werden. Lasst Euch überraschen!

Welche Perspektiven hat Graveln mittel- bis langfristig?
Wir glauben, dass es sich mittelfristig als sichere Alternative zum Rennrad etablieren wird und es immer mehr Angebote für die Gravel-Biker geben wird, von Tagesrennen bis Bikepacking-Events. Es ist einfach das praktischste Fahrrad der Welt… Einmal Gravel – immer Gravel!

Wird die Tour de France irgendwann einmal auf Gravelrädern ausgetragen?
Wohl kaum, das wäre dann wirklich ein „Back to the Roots“- Event. Wenn man sich die Bilder der ersten TdF anschaut, waren die Teilnehmer mehr auf Schotterstraßen als auf gepflasterten Straßen unterwegs. Aber es werden sich sicherlich einige Rennen als „Majors“ herauskristallisieren. Das Dirty Kanza ist ein Beispiel. Dort schreiben sich von Jahr zu Jahr mehr Pros und Ex-Pros an. Die Radteams und Sponsoren haben erkannt, dass sie hier noch Nähe zum Kunden haben und werbewirksam unterwegs sein können. Wir hoffen, dass unsere Rennserie in der nahen Zukunft auch ein paar Pros oder Ex-Pros begrüßen kann.

Rabatte bei der Buchung von „Gravel Epic“-Rennen

Der R2C2 bietet in Kooperation mit dem Veranstalter 25% Rabatt bei der Buchung der Starterplätze an. Achtung: Die Zahl der rabattierten Plätze ist limitiert – First come, first served. Schreibt dazu eine Mail an [email protected], dann schicken wir euch den Code für die rabattierte Buchung zu!